Risk Management in der Pandemie: Mehr Agilität, Finanzbezug und Entscheidungsrelevanz!

Sursee. Prof. Dr. Stefan Hunziker vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern spricht über die Verantwortlichkeit der Aufsichtsgremien für ein angemessenes Risk Management. Der Verwaltungsrat muss die Handlungspflicht übernehmen und muss sicherstellen, dass ein Risk Management implementiert wird, überwacht wird und das risikorelevante Informationen stets in alle Entscheidungen des Verwaltungsrats einfliessen.

In normalen Zeiten wird nicht viel in das Risk Management investiert und Notfallpläne stehen nicht weit oben auf der Prioritätenliste. In den Unternehmen wurden Pandemie-Risiken nur vereinzelt auf Risikolandkarten aufgelistet aber nie als Top-Risiken bewertet und es wurden wenig präventive Massnahmen ausgelöst. Das Risk Management wurde kaum als strategisches Führungsinstrument wahrgenommen.
Stefan Hunziker beschreibt, getrieben durch die Pandemie-Risiken, die neue und zukünftige Rolle von Risk Managern im Unternehmen und die Zusammenarbeit mit dem Controlling bzw. der Finanzabteilung. Auch der Risk Manager hat keine Glaskugel aber zukünftige Risiken müssen durch adäquate Szenariotechniken Eingang in die Finanz- und Liquiditätsplanung erhalten.

Der Risk Manager muss heute agiler denken, insbesondere bei der Neubeurteilung von Folgerisiken. Auch Financial Literacy gewinnt immer stärker an Bedeutung für den Risk Manager. Das bedingt aber auch, das in der Aus- und Weiterbildung das Risk Management stärker in der Managementausbildung verankert werden muss.

Stefan Hunziker gibt abschliessend Empfehlungen zur Anpassung vom Risk Management und erklärt, warum die Schwellenwerte der Frühwarnindikatoren angepasst werden müssen.

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